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Jusos Potsdam

Die Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD (Jusos) tritt für die Grundwerte Solidarität, Freiheit und Gerechtigkeit ein. Dabei handelt es sich um einen politischen Jugendverband oder Jugendorganisation, deren Mitglieder zwischen 14 und 35 Jahre alt sind. In erster Linie engagiert man sich für Bildungschancen, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit.

Werte und Ziele:
Die Jusos Potsdam, aber auch die Jusos allgemein, sind ein offener Verband, der auch kurzfristige oder zeitlich begrenzte Mitarbeit schätzt. Man muss kein eingeschriebenes Parteimitglied sein, um sich an Interessen und Aktionen dieser politischen Bewegung zu beteiligen, es gibt weder Mitgliedsbeiträge noch Bindungen. Als Jugendorganisation der SPD versucht man Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen, die vor allem zukunftsorientiert sind. Als politische Gegner werden Marktradikale, Konservative und speziell Rechtsradikale (in allen Ausprägungen) betrachtet. Auch die Jusos in Potsdam treten für einen solidarischen Staat ein, da man der Meinung ist, dass soziale und ökologische Regeln notwendig sind. Zügellosen Märkten sollen Grenzen aufgewiesen werden. Die Jusos sind gegen Ausbeutung und Ausgrenzung jeder Form und treten so für einen fairen Handel, Entwicklungschancen und einen Ausgleich zwischen den Nationen des Nordens und Südens ein. Generell ist man für ein sozialeres Europa, das Zukunftschancen und Chancengleichheit für alle gewährleistet. Dies betrifft zum einen das Bildungsangebot (ohne Gebühren und mit Recht auf Ausbildung für alle), zum anderen auch den Sozialstaat: ein Zusammenhalt der Gesellschaft wird eingefordert, eine Gleichstellung der Geschlechter wird angestrebt und der Sozialabbau wird von den Jusos bekämpft.

Potsdamer Themen und Probleme:
Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten von Potsdam sehen sich selbst naturgemäß als Jugendorganisation, welche vor allem die Interessen ihrer Generation vertritt. Folgende Themen werden dabei verfolgt: Die Jusos Potsdam sind bemüht, die junge und jugendliche Kultur im Stadtbild sichtbar zu machen. Man tritt so für mehr Ausgehmöglichkeiten, aber auch für ein vielfältigeres Freizeitangebot, auch abseits des Mainstreams, ein. Der Wohnraum Potsdam ist ebenfalls ein wichtiges Thema für die Jusos. Ihrer Meinung nach gibt es zu wenige Wohnmöglichkeiten für junge Menschen, die auch finanzierbar sind, es sind auch zu wenige Wohnheime für Studenten vorhanden. So fordert man eine Förderung des sozialen Wohnbaus. Im Bereich Bildung geht man mit der „Juso Hochschulgruppe Potsdam“ konform – so ist man gegen Studiengebühren und für einen erleichterten Zugang zu Bildungseinrichtungen. Zudem möchte man integrierte Ganztagsschulen einrichten und einen solidarischen Ausbildungsfond in die Wege leiten, sodass auch über- und außerbetriebliche Ausbildungsplätze ermöglicht werden können. Zudem sollen Bildungsfragen zur Chefsache werden, der Bund soll das Bildungssystem vereinheitlichen. Zurzeit erschweren, speziell bei Wohnortswechsel, 16 verschiedene Bildungssysteme das Leben der Schüler. Eine typische Position der Jusos, auch in Potsdam, ist das Festhalten am Atomausstieg, sowie die Abschaffung der Wehrpflicht – alternativ sollte ein freiwilliges soziales Jahr ermöglicht werden. Ein Stadt-spezifisches Thema, dass die Potsdamer unterschiedlich berührt, ist der Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanals: hier ist man der Meinung, dass die Binnenschifffahrt hinter den erwarteten Prognosen zurückliegt. Daher ist nach Meinung der Jusos dieses teure Projekt abzulehnen und die Umwelt zu schonen.

Die Jusos Potsdam verfolgen somit ähnliche Ziele wie die Mutterpartei, die SPD. Sie versuchen jugendliche und junge Interessen nach ihrem Dafürhalten und nach bestem Gewissen zu vertreten.